Lunatic Festival mit freiem Internet versorgt

Heute waren viele Helfer im Einsatz, um die Infrastruktur des Lunatic Festivals aufzubauen. Auch einige Freifunker haben den Weg aus des Gelände gefunden („Wo muß ich hin? Ich stehe an der Sparkasse.“ – „Was? Hier gibt es eine Sparkasse?“) und haben sich dort mit den lokalen Gegebenheiten auseinandergesetzt.

Ich hätte wirklich nicht erwartet, wie viele Leute da so rumlaufen, aber anscheinend wussten die Meisten, was sie zu tun haben. Die Freifunker James und Adnan aus London (teilzeit Lüneburger) hatten einen Ansprechpartner bei der Festival Orga, der uns dann in einen Kellerraum führte, an dessen Tür ein Schild „LAN“ hing. Nebenbei: die Kellerräume einer ehemaligen Kaserne sind schon komisch: Dicke Wände und Bunkertüren. WLAN war da schon mal nicht zu holen.

Als wir den Schrank mit den Switches öffnen wollten, ist auch noch dummerweise das Schloß zugeschnappt. Das war dann mal ein kurzer Ausflug zu unserem vermeintlichen Internet Uplink.Unser Oraga-Kontakt meinte, dann müsse er noch mal „den Typen von der IT“ anrufen. Ich hatte spontane Panik-Schweiß-Ausbrüche. Die „Typen von der IT“, die ich aus meiner alten Uni kenne würden alles machen, aber niemand „den Typen vom Freifunk“ einen Netzwerkschrank aufschließen. NIEMALS.

Als der gute Mann von der Leuphana IT ankam, machte er den Schrank auf und sagte: „Hier, ab Port 15 könnt Ihr Euch bedienen. Braucht Ihr noch Kabel? Ich habe diverse 20 und 25m Kabel über“.

BITTE? Ich war baff. Der gute Mann hat uns wirklich geholfen! Vielen Dank noch mal an dieser Stelle an die Uni IT!!! Unser erster Uplink war damit schon mal klar.

Den nächsten sollten wir in der Mensa finden. Soweit alles locker, und die Router-Installation an der Wand hat schon fast künstlerischen Wert:

router

Hier gab es allerdings ein Problem: das Testnotebook kam problemlos ins Internet – der Router nicht. Also? Anruf beim „Uni IT Menschen“.

James: „Kein Internet an der Dose.“

IT: „Was? Wie heißt die Dose?“

James: „aslnasnlaknlanx2312“

IT: „Die kenne ich gar nicht. Ich komme mal eben vorbei.“

Wir: Baff.

IT: „Aha. Ich lege Euch mal eben auf ein anderes VLAN, dann geht es.“

Wir: Total baff.

Fazit: Läuft.

Ich bin wirklich überrascht was für entspannte (und kompetente!) Uni-IT-Menschen es doch gibt!

Aktuell sieht das Setup auf dem Uni Campus so aus:

Screenshot - 06052014 - 10:31:21 PM ( Map data © OpenStreetMap contributors, CC-BY-SA)

Bisher 7 Router und davon 3 mit Internet-Uplink über die Uni. Morgen geht es weiter (leider ohne mich). Wie man an den Namen unschwer erkennt, haben unsere südlichsten Lüneburger Freifunker etwas Hardware zur Verfügung gestellt. Auch an Euch ein großes Dankeschön an dieser Stelle.

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